Knotenhalfter

 

Für die Bodenarbeit empfehle ich ein Knotenhalfter. Da es aus einem Stück Seil geknotet wird und keine Gelenke oder Ringe aus Metall besitzt können auch kleinste Signale an das Pferd übermittelt werden. Ich habe lange nach einem geeigneten Seil gesucht, da es weder zu dick (8mm) noch zu dünn (6mm) sein sollte. Diese beiden Stärken sind jedoch die gängigen. Endlich habe ich jetzt ein Seil in 7 mm gefunden und biete passende Halfter für 25,- Euro an (für Kursteilnehmer 20,- Euro).

Die Knoten üben - entgegen vieler Meinungen - keinen Druck auf bestimmte Akupunkturpunkte aus, sondern sind einzig und allein dazu da, das Halfter in seiner Form zu halten. Trotzdem sollten die Knoten an bestimmten Punkten sitzen, da sie nur dann die richtige Passform des Halfters gewährleisten.

 

Der Knoten des Nasenriemens sollte 2 fingerbreit unter der Jochbeinkante liegen, um dort nicht zu scheuern. Der Nasenriemen sollte ca. 2-3 fingerbreit Spielraum bieten.

Das Backenstück muss lang genug sein, damit der Kehlriemen auch tatsächlich hinter der Ganasche in der Kehle zu liegen kommt. Das ist bei den meisten Halftern der Knackpunkt.

Sollte das Pferd jetzt mal rückwärts am Halfter ziehen, wirkt der Druck nicht nur im Genick, sondern wird grossflächiger auch auf die Ganaschen verteilt.

 

Das Material für das Halfter ist Polypropylen aus dem Segelsport. Es besteht aus einem Kern und einem Mantel, ist dehnungsarm und verformt sich nicht unter Zug. D.h. es behält immer sein runde Form. Bequemerweise kann es bei Verschmutzung einfach in die Waschmaschine gesteckt werden.

 

Bodenarbeitsseil

 

Das Seil sollte eine Länge von ca. 4 m haben um die Kommunikation mit dem drehenden Seil zu ermöglichen. Gerade bei grösseren Pferden sind die häufig angebotenen Seile von 3,60 m zu kurz.

Das Material sollte 14 mm dick sein und ebenfalls aus einem Kern und Mantel bestehen. Es soll sich nicht dehnen lassen und auch nicht mehr als 1-2 cm zusammen schieben lassen. Das Seil sollte nicht zu leicht sein, da es sich dann besser drehen lässt und auch kleine Signale an das Pferd überträgt. Es sollte nicht aus Baumwolle bestehen, da sich diese bei Nässe mit Wasser vollsaugt und dann seine Eigenschaften verändert. Kunstfasern aus dem Segelsport behalten immer ihre Geschmeidigkeit und Griffigkeit und sind daher bestens geeignet.

Ein durchaus akzeptables Seil wird von der Fa. Loesdau angeboten, bei dem das Preis-Leistungsverhältnis stimmt. Es ist weiss mit einem blauen Faden eingeflochten und hat einen messingfarbenen Drehhaken. Der Preis liegt bei 19,50 Euro

Für die Arbeit auf grössere Distanz oder beim Longieren in höheren Gangarten sollte ein Seil mit 7 m Länge verwendet werden.

 

Bambusstöckchen

 

Besonders für die Führarbeit benutze ich ein ca. 8-10 mm dickes Bambusstöckchen. Wir brauchen es als Verlängerung unseres Armes um bestimmte Körperteile des Pferdes zu erreichen, die wir mit der Hand während des Laufens nicht berühren können.

Das Bambusstöckchen hat den Vorteil, dass es sehr leicht ist und unflexibel im Gegensatz zu einer Gerte. Sie schwingt bei Bewegung hin und her und macht das gezielte Treffen eines Punktes fast unmöglich. Ausserdem ist die Anschaffung eines Bambusstöckchens deutlich günstiger und man kann es im Garten weiter verwenden, wenn man es für die Arbeit mit dem Pferd nicht mehr benötigt. Und das ist das ausgesprochene Ziel: die Zahl der Hilfsmittel bei der Arbeit mit dem Pferd so gering wie möglich zu halten.

 

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